{"id":910,"date":"2012-09-29T07:05:00","date_gmt":"2012-09-29T04:05:00","guid":{"rendered":"http:\/\/dungeondigger.com\/?p=910"},"modified":"2012-10-16T09:47:36","modified_gmt":"2012-10-16T06:47:36","slug":"wie-zwei-michelin-mannchen-schachtner-sterne-verteilen-oder-war-es-umgekehrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/munich-munich.com\/?p=910","title":{"rendered":"Canadian dream"},"content":{"rendered":"<p>Ein Schachtner auf einem Motorrad kann eigentlich nur durch zwei Schachtner auf zwei Motorr&auml;dern &uuml;bertroffen werden. Also los. Zuvor Vancouver erobern, die Suspension Bridge &uuml;berschreiten, Baumwipfel erklimmen, den Hafen erkunden und im Pub versacken. Aber dann.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-161027.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-161027.jpg?w=525\" alt=\"20121011-161027.jpg\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><br \/>\n <!--more--><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-161927.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-161927.jpg?w=525\" alt=\"20121011-161927.jpg\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-161933.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-161933.jpg?w=525\" alt=\"20121011-161933.jpg\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-161939.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-161939.jpg?w=525\" alt=\"20121011-161939.jpg\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-161952.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-161952.jpg?w=525\" alt=\"20121011-161952.jpg\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-161959.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-161959.jpg?w=525\" alt=\"20121011-161959.jpg\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-161218.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-161218.jpg?w=525\" alt=\"20121011-161218.jpg\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zwei Wochen von Thomas Jahresurlaub und 3.300 Freikilometer der Leihmaschine wollen gut genutzt werden.&nbsp;Die Wahl der Strecke f&auml;llt somit einfach aus: Nur das Sch&ouml;nste und Beste bitte. Die kanadischen Rocky Mountains sind ideal, um mit dem Motorrad erkundet zu werden. Von Vancouver aus erst einmal eine einfache Eingew&ouml;hnungsstrecke, denn an die Leihmaschine muss man sich auch erst einmal gew&ouml;hnen, und das ein oder andere Jahr Motorradabstinenz muss auch noch abgesch&uuml;ttelt werden. Thomas gelingt beides sehr schnell und wir entscheiden uns f&uuml;r kleine kurvenreiche Stra&szlig;en.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/IMG_0575.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p>Die erste Nacht verbringen wir in Kamloops, eine Stadt kurz vor den Rockies, was wir sp&auml;testens dadurch feststellen, dass wir am Stadtrand eine Elchkuh entdecken. Aber solch gro&szlig;en Hunger haben wir jetzt auch nicht. Wir ziehen weiter und g&ouml;nnen uns einen b&auml;rigen Burger. So gest&auml;rkt f&auml;hrt es sich leicht in die Berge.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/MOVI0125.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/MOVI0135.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/MG_4214.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p>Selbst der Highway wird immer schmaler und kurvenreicher, so m&uuml;ssen wir uns nicht gro&szlig; nach Alternativen umschauen. Abends an einem Campingplatz werden wir dann mit &ouml;sterreichischem Englisch begr&uuml;&szlig;t. Kann man, muss man aber nicht m&ouml;gen. Also schnell zur Muttersprache wechseln und ein paar Infos abgreifen.<br \/>\n Wie ist denn eigentlich die B&auml;rensituation hier?<br \/>\n Super!<br \/>\n Puh. Erleichterung<br \/>\n Es gibt jede Menge! Manchmal kommt der ein oder andere auch zum Campingplatz. (Beweisfotos mit einem Schwarzb&auml;ren an einem Baum geklammert hat er gleich parat.)<br \/>\n Erleichterung hinweg<br \/>\n Drei &#8222;Bear-attacks&#8220; hat er schon selbst gehabt<br \/>\n Wir sind schier begeistert<\/p>\n<p>Ich versuch mich als B&auml;r, muss aber feststellen, dass sich die B&auml;ume ohne B&auml;rentatzen gar nicht so leicht bezwingen lassen. Das bringt uns nicht weiter.<br \/>\n Erst einmal Feuer machen, denn das m&ouml;gen B&auml;ren gar nicht. Ein paar W&uuml;rstl oben drauf, die von B&auml;ren gewiss genauso gemocht werden, wie von uns (aber wir sind schneller) und fertig sind die (beinah) Gourmet-Grillwurstsemmeln mit extra dunkler Kruste. Tja, &#8222;von der Flamme gek&uuml;sst&#8220; ist nicht f&uuml;r alle Speisen (insbesondere f&uuml;r Semmeln) von Vorteil. Egal. Da das Feuer irgendwann aus ist, schalte ich den B&auml;renschreck ein: Ich schnarche mittlerweile, wie mir Thomas am n&auml;chsten Morgen mit verschlafenen Augen begeistert mitteilt.<br \/>\n Wenn die B&auml;ren schon mal hier sind und wir auch, wollen wir dem Schrecken von Angesicht zu Angesicht begegnen. Und wenn sie sich nicht zu uns trauen, dann suchen wir sie auf&#8230;und wenn wir daf&uuml;r so ein Touristenfang-Programm buchen m&uuml;ssen! Wir finden sie, egal wie gut sie sich verstecken! Wir teilen uns die Laderampe eines Gel&auml;ndewagens mit einem Husky und sausen so durch die morgendlichen Nebelschwaden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/MG_4126.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p>Am Flussufer und dem Schiffsdock f&uuml;r die Erkundungstouren angekommen, ist sofort alles nur noch &#8222;awesome&#8220;!<br \/>\n Zwei Tickets bitte!<br \/>\n Awesome!<br \/>\n Zwei Kaffee bitte!<br \/>\n Awesome!<br \/>\n Pfannkuchen mit Erdbeeren bitte! (Es ist ein Touri-Programm&#8230;jetzt schaut nicht so!)<br \/>\n Awesome!<\/p>\n<p>Na, und damit ist das Urteil &uuml;ber die Tour vorgegeben: Awesome! Und das meine ich auch. Der Nebel h&auml;lt sich &uuml;ber dem Wasser noch etwas, um eine faszinierende Stimmung zu bieten und als Vorhang zu fungieren, um sich im richtigen Moment zu &ouml;ffnen und den Blick auf die herrliche Natur frei zu geben.<br \/>\n <a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-162024.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-162024.jpg?w=525\" alt=\"20121011-162024.jpg\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/MG_4140.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-162016.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-162016.jpg?w=525\" alt=\"20121011-162016.jpg\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><br \/>\n Es dauert etwas, bis wir den ersten Braunb&auml;ren zu Gesicht bekommen, aber nach etwas Suche steht er (bzw. sie) am Flussufer bei der morgendlichen Prozedur: Futtern, trinken und zwei Kr&auml;hen versuchen zu ignorieren, die ihr manchmal zu sehr auf den Pelz r&uuml;cken. Letzteres gelingt nicht dauerhaft. Ein kurzer Blick zu uns muss als Gru&szlig; gen&uuml;gen, denn bis zum Wintereinbruch m&uuml;ssen noch so manche Kalorien angesammelt werden. Da werden dann flei&szlig;ig die Steine von Insekten saubergeschleckt und der ein oder andere Grashalm geknabbert. Ansonsten bleibt die B&auml;rendame unbeeindruckt, dass ihre Anwesenheit ein wahres Klick-Gewitter im Touriboot ausl&ouml;st. Ist ja auch gut so.<br \/>\n <a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-162033.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-162033.jpg?w=525\" alt=\"20121011-162033.jpg\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><br \/>\n Ein Schwarzb&auml;r taucht am anderen Flussufer mehrere hundert Meter entfernt auf. Nix wie hin. Auch er hat nur Futtern im Sinn. Der Speiseplan ist in einem morschen Baumstamm versteckt, den er fein s&auml;uberlich zerlegt und von allem Ungeziefer befreit. Da haben Borkenk&auml;fer keine Chance. Dann geht&#8217;s zu einem Wasserfall und entlang unber&uuml;hrter Natur zur&uuml;ck zum Bootssteg. Irgendwie klingt das alles unspektakul&auml;r, aber es war sehr sch&ouml;n, wenn nicht gar &#8222;awesome&#8220;.<br \/>\n <a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-162042.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-162042.jpg?w=525\" alt=\"20121011-162042.jpg\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/MG_4175.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p>Je n&auml;her wir nach Jasper, einem Touristendorf h&ouml;chster Ordnung kommen, desto k&uuml;hler wird es. Die Landschaft bietet unglaublich viele Facetten von Seen, Fl&uuml;ssen, W&auml;ldern und nat&uuml;rlich Bergen. Die Idee an einem Wochenende hier her zu kommen, hatten andere auch. Wir finden hier keine freie Unterkunft. Die Warteschlange vor dem Campingplatz ist lang. Sehr lang. Also entschliessen wir uns nach Hinton knapp 80 km weiter zu fahren. Daf&uuml;r m&uuml;ssen wir durch noch mehr atemberaubende Natur. Naja, wir sind hart im Nehmen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/MOVI0032.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p>Erstaunt sehen wir Menschenmassen an der Stra&szlig;e, die sich direkt um einen stattlichen Hirsch mit seinem Harem versammeln. Die Hoffnung auf au&szlig;ergew&ouml;hnliche Bilder ist gro&szlig; und der Abstand zum Geweih immer geringer. Ne, da bleiben wir besser fern. In Hinton angekommen, gestaltet sich die Suche nach etwas Essbarem zu einer richtigen Herausforderung. Zwar machen die meisten Restaurants auch hier um 22:00 zu, aber die restlichen Lokale sind an zahlender Kundschaft irgendwie nicht interessiert. Ist das eine Restaurant nur zur H&auml;lfte voll, ist das noch lange kein Grund, einen Platz zu bekommen. Eine Stunde m&uuml;ssten wir mindestens warten. Warum? Keine Ahnung. Woanders bekommen wir zwar einen Platz, aber wir sollen doch bitte pro Person 10$ f&uuml;r die &Uuml;bertragung eines Kampfes der UFC (Ultimate Fighting Championship) zahlen. Auja! Zusehen wie sich Typen ohne Regeln blutig schlagen und dabei herzhaft in einen (blutigen??) Burger bei&szlig;en, klingt verlockend, wenn nicht gar ultimativ awesome. Wir verzichten und g&ouml;nnen uns eine Suppe von der Tankstelle.<br \/>\n Eine hei&szlig;e Quelle und der Maligne Lake verschlingen am Tag drauf mehr Zeit als erwartet. Auch hier: Natur as its best. Ich kann gar nicht mit Worten beschreiben, wie faszinierend die Landschaft dort ist. Man muss es selbst sehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/MG_4290.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/MG_4280.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p>Den Plan am selben Tag 300 km nach Banff zu fahren, streichen wir mal ganz schlank. Zum Gl&uuml;ck finden wir diesmal etwas zum &Uuml;bernachten in Jasper und k&ouml;nnen am n&auml;chsten Tag die Strecke ohne Zeitdruck genie&szlig;en. Wir werden w&auml;hlerisch. Das k&ouml;nnen wir auch, denn es gibt eine erhebliche Auswahl, z.B. an Gletschern. Der Athabasca-Gletscher ist beeindruckend. Man kann bis zum Gletscherrand ohne F&uuml;hrung hinlaufen und bis dahin den R&uuml;ckgang im Laufe der Jahre nachvollziehen. Wenn es nur nicht so kalt w&auml;re. Wie zwei Michelin-M&auml;nnchen sind wir unterwegs. Weitere Gletscher betrachten wir von der Ferne. So mancher Gletscher und wir winken uns fiktiv gegenseitig wohl mit dem gleichen Gru&szlig; auf den Lippen zu: &#8222;Wir sind dann mal weg&#8230;aber wir kommen wieder!&#8220; Thomas und ich gewiss etwas fr&uuml;her, w&auml;hrend das Gegen&uuml;ber bis zur n&auml;chsten Eiszeit warten muss.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/IMG_0857.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/MG_4317.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p>Als wir in Banff ankamen, werde ich von einem vierj&auml;hrigen Jungen aus Deutschland angesprochen. Er redet wie ein Wasserfall w&auml;hrend ich noch damit besch&auml;ftigt bin, unfallfrei von meiner Maschine abzusteigen. Nochmal nachfragen, was er alles gesagt hat, bringt bestimmt nichts, aber ich glaube zu wissen, was er eigentlich will: Magst Du mal auf meiner Maschine sitzen? Er strahlt mich an. War doch klar. Egal wo auf der Welt: Kinderaugen bekommt man damit immer zum Leuchten. Und schon erklimmt er mit etwas m&uuml;tterlicher Unterst&uuml;tzung die Weltreisewundermaschine mit eingebautem Alles.<\/p>\n<p>Der Weg nach Banff lohnt sich. Nicht nur landschaftlich, sondern auch aus kulinarischer Sicht. Zwei Schachtner-Sterne f&uuml;r hervorragendes Essen und Service von zwei Michelin-M&auml;nnchen&#8230;oder war es umgekehrt? Wenn das mal keine Auszeichnung ist!<\/p>\n<p>Bevor das erste (und einzige) Mal auf der Tour der Regen richtig &uuml;ber uns hereinbricht, geht&#8217;s noch schnell auf den Sulphur Mountain, der am n&auml;chsten Morgen mit einer feinen Schneeschicht bedeckt ist. Das ist doch ein guter Zeitpunkt, um mal einen Tag Pause einzulegen, die kleinen Wunden zu lecken, W&auml;sche zu waschen und die lokale Wirtschaft anzukurbeln. Der Himmel &uuml;ber Banff h&auml;ngt bei unserer Abreise schon sehr tief. Das Abo f&uuml;r gutes Wetter wird doch wohl nicht schon abgelaufen sein? Zum Gl&uuml;ck springt die automatische Aboverl&auml;ngerung unterwegs ein. Blauer Himmel und Sonnenschein mit ein paar wenigen, leicht aufgerissenen jedoch dekorativ angelegten Wolken umrahmen die Szenerie.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/MOVI0149.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/MOVI0165.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p>Den Nationalpark &#8222;Meadows in the Sky&#8220; bei Revelstoke erreichen wir kurz vor Ende der &Ouml;ffnungszeiten. Eigentlich k&ouml;nnten wir nur noch schnell die 20 km hoch fahren, den letzten Shuttle zum Gipfel erreichen, denselben Shuttle wieder zur&uuml;ck und dann schnell wieder durch die Schranke, meint der Angestellte. Na, das wollen wir sehen, ob wir das nicht schneller hinbekommen. Sehr sch&ouml;ne Kurven wollen sch&ouml;n gefahren werden und das dynamisch. Wir erreichen den Parkplatz, nehmen den Shuttle und haben eine halbe Stunde zum Umschauen. Zwar deutlich mehr als prognostiziert, aber viel zu wenig. Wom&ouml;glich kann man hier stundenlang wandern und entdecken ohne einen Hauch von Langeweile aufkommen zu lassen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/IMG_0910.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/MG_4378.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p>Weiter nach Vernon. Auf der Suche nach den wenigen Sehensw&uuml;rdigkeiten des Ortes, den &uuml;berdimensionalen Wandbildern, fallen wir hungrig in ein Steaklokal ein. Ja. Das kann Kanada auch gut. Noch schnell den Weg zu den Bildern erkl&auml;ren lassen und dann nach einer halben Ewigkeit erfolglos die Suche abbrechen. Tags drauf stellen wir fest, dass wir eine Stra&szlig;e zu fr&uuml;h aufgegeben haben. Naja, waren aber auch keine Picassos. Die Landschaft &auml;ndert sich schnell. Leicht h&uuml;gelig mit teilweise sehr weiter Sicht wird f&uuml;r diese Teilstrecke unsere Aussicht sein. Aber irgendwie sind wir doch ein wenig zu schnell insgesamt betrachtet. Wir haben noch ein paar Tage und sind kurz vor Vancouver. Also fahren wir auf die Insel Vancouver Island, die zwar vom Namen her so klingt, als w&auml;re es eine kleine vorgelagerte Insel vor der Stadt, aber das t&auml;uscht. 500 km L&auml;nge und bis zu 100 km Breite sind nicht gerade klein. Perfekt getimt erreichen wir zum Sonnenuntergang die F&auml;hre. Tolles Licht bei der &Uuml;berfahrt, zumindest am Anfang, garantiert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/MOVI0177.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/MG_4417.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/MG_4421.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p>Als die Sonne wieder da ist, erkunden wir Victoria. Nette kleine Stadt, aber auch bei meinem zweiten Besuch, will der Funke einfach nicht &uuml;berspringen. So entscheiden wir uns recht schnell zur Weiterfahrt und d&uuml;sen &uuml;ber kleinste Ufer- und Waldstra&szlig;en. Die Zeit vergeht wie im Flug und schon befinden wir uns zwei Tage sp&auml;ter, nachdem wir die halbe Insel durchkreuzt haben, auf der F&auml;hre zur&uuml;ck nach Vancouver.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/MG_4465.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/MG_4468.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p>Der Stau auf der Lion Gate Bridge ist zwar nervig, aber daf&uuml;r werden wir mit einer grandiosen Aussicht entsch&auml;digt. Dann durch die Hochhausschluchten Vancouvers gleiten und die Leihmaschine abgeben. Der Vermieter staunt nicht schlecht, dass wir nicht nur die gesamten 3.300 Freikilometer verprasst haben, sondern sogar noch ein paar Kilometer draufgelegt haben. Aber Thomas muss nichts nachzahlen. Da wir gemeinsam zum Hotel zur&uuml;ck m&uuml;ssen, leihen wir uns f&uuml;r einen extra Tag den Helm aus. Absolut irrelevant zu erw&auml;hnen, wenn ich bei der R&uuml;ckgabe des Helmes nicht mal eben einen neuen Hinterreifen spendiert bekommen h&auml;tte. Die beiden Br&uuml;der, die die Verleihstation f&uuml;hren, sind von unserer Kanadarunde so begeistert und dann auch von meiner gesamten Reise, dass sie mir spontan anbieten, ihre Werkstatt zu nutzen. Den Hinterreifen zieht mir einer der beiden w&auml;hrenddessen mal eben auf. Awesome! Es gibt noch jede Menge Tipps f&uuml;r meine anstehende Etappe in die USA und zum Dank schmei&szlig; ich fast eine Leihmaschine um. Das waren die ersten Anzeichen, einer gro&szlig;en M&uuml;digkeit, die mich wenige Tage sp&auml;ter komplett &uuml;bermannt. Aber, Moment. Thomas habe ich noch gar nicht auf seine Heimreise geschickt. Na, so geht das ja gar nicht! Standesgem&auml;&szlig; schlie&szlig;en wir unsere fantastische Tour in einer Sportsbar bei Fleisch und Bier ab. Es gesellt sich dann noch Ethan, ein ehemaliger Mitbewohner von Thomas seiner WG aus Studienzeiten dazu, der zur Zeit in Vancouver lebt. Der letzte gemeinsame Abend in der kanadischen Ferne verfliegt. So bietet Ethan an, uns zum Hotel zu fahren, was sicherlich auch gelungen w&auml;re, wenn nicht mitten auf einer Br&uuml;cke seine Kupplung den Geist aufgegeben h&auml;tte. Ein Zeichen! Es war schon gut, dass wir uns bei der Runde auf zwei R&auml;der verlassen hatten. Mehr als den Wagen von der Br&uuml;cke schieben, k&ouml;nnen wir nicht machen. Gemeinsam warten wir noch ne zeitlang auf den Autodienst, aber dann m&uuml;ssen wir los, damit wir nicht noch den letzten Skytrain zum Hotel verpassen. Morgens gemeinsam zum Flughafen, gemeinsam fr&uuml;hst&uuml;cken und gemeinsam Abschied nehmen. Allein geht es f&uuml;r mich zur&uuml;ck. Ich hab ja noch was vor. Es war eine tolle Zeit!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-162004.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-162004.jpg?w=525\" alt=\"20121011-162004.jpg\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p>Danke f&uuml;r die heimischen Leckereien, die das Heimweh nicht zu stark werden lassen, die vielen interessanten Gespr&auml;che und die tollen gemeinsamen Erlebnisse.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-161922.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-161922.jpg?w=525\" alt=\"20121011-161922.jpg\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-162010.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/20121011-162010.jpg?w=525\" alt=\"20121011-162010.jpg\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/MG_38301.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Schachtner auf einem Motorrad kann eigentlich nur durch zwei Schachtner auf zwei Motorr&auml;dern &uuml;bertroffen werden. Also los. Zuvor Vancouver erobern, die Suspension Bridge &uuml;berschreiten, Baumwipfel erklimmen, den Hafen erkunden und im Pub versacken. Aber dann.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false},"categories":[4],"tags":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/munich-munich.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/910"}],"collection":[{"href":"https:\/\/munich-munich.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/munich-munich.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/munich-munich.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/munich-munich.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=910"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/munich-munich.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/910\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1096,"href":"https:\/\/munich-munich.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/910\/revisions\/1096"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/munich-munich.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=910"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/munich-munich.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=910"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/munich-munich.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=910"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}