{"id":831,"date":"2012-09-02T02:00:00","date_gmt":"2012-09-01T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/dungeondigger.com\/?p=831"},"modified":"2021-02-22T21:15:58","modified_gmt":"2021-02-22T20:15:58","slug":"noch-festzulegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/munich-munich.com\/?p=831","title":{"rendered":"Zu zweit ist man nicht so allein: Tokio &#8211; Kyoto &#8211; Tokio"},"content":{"rendered":"<p>Raus aus der Kapsel, ab zum Flughafen und &#8230; \u00e4h, wie komme ich zum Flughafen? Wie ein kleines Kind vorm Schokoladenberg stehe ich mit aufgerissenen Augen und offenem Mund vor der \u00dcbersichtskarte der Bahnlinien. Zumindest habe ich hier nicht das Problem, wie beim Stra\u00dfenkarten lesen, ob ich das Ganze \u00fcberhaupt richtig herum betrachte. Die \u00dcbersichtskarte h\u00e4ngt \u00fcberdimensioniert an der Wand. Das ist die einzige Hilfestellung, die man erwarten darf. Menschenmassen um mich. Da wird doch jemand Englisch k\u00f6nnen? Aber jeder hat sein eigenes Ziel und ich steh verlassen vor dem Kunstwerk, das kein einziges f\u00fcr mich lesbares Zeichen hat. (Das gezeigte Bild hatte ich selbstverst\u00e4ndlich NICHT als Fahrplan verwechselt)<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/MG_3467.jpg?w=525\" alt=\"\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Zumindest wei\u00df ich von der Rezeptionistin, wo ich umsteigen muss. Ich kaufe blind, die g\u00fcnstigste Karte und verschwinde in den Massen. In den Z\u00fcgen wird meist die n\u00e4chste Haltestelle auch in r\u00f6mischen Ziffern angezeigt. Juhu! Ich hab den richtigen Zug erwischt! Danach ein Herumirren von einem Schalter zum N\u00e4chsten, denn das Schienennetz Tokios wird von mehreren Gesellschaften betrieben und jeder hat seine eigenen Fahrkarten und ich muss einiges nachzahlen, da ich nat\u00fcrlich weiter fahren will, als die erworbene Karte reicht. Aber letztlich komme ich, schwei\u00dfgebadet, an. Das liegt aber an der unertr\u00e4glichen Hitze, denn die letzten 80 Minuten der Fahrt sind stressfrei. Sp\u00e4testens da wei\u00df man, dass man zum Flughafen unterwegs ist. Hochh\u00e4user, Autobahnen und eine klassische holl\u00e4ndische Windm\u00fchle ziehen an einem vorbei. Es fehlt nur noch Don Quichote. Aber auch der wird noch besucht, um einen Helm zu kaufen und dann doch nicht. Ok, das ist jetzt sehr viel auf einmal. Erstmal Freundin herzlich begr\u00fc\u00dfen (und negativ auffallen, denn sowas macht man in Japan nicht \u00f6ffentlich&#8230;tststs&#8230;naja, am Flughafen kennt man das scheinbar schon und wir werden nicht unmittelbar in ein dunkles Verlies geworfen), die weder Kosten noch M\u00fchen gescheut hat, mir von San Francisco aus entgegen zu fliegen. Wenn schon der Weltreisende es nicht schafft, rechtzeitig \u00fcber den Pazifik zu schwimmen, jettet die Frau von Welt und rettet den anvisierten Termin des Wiedersehens! Aber nat\u00fcrlich war das alles Absicht von mir, denn so konnten wir beide ein uns vollkommen unbekanntes Land erkunden. Und wie macht man das am besten? Ausgeschlafen! &#8230;ja, &#8222;mit&#8217;m Motorrad&#8220; ist auch richtig. Aber erst mal Energie tanken. Also zwei Tage Tokio in Ruhe genie\u00dfen. Streiche Ruhe, setze Dauerwahn. Die Reiz\u00fcberflutung aus Sapporo wird bei weitem \u00fcbertroffen. Dazu noch die dr\u00fcckende Hitze und fertig ist man. Ich brauch Urlaub! Ab in die Berge! Das Reisemittel der Wahl? Ich hab da schon mal was vorbereitet. Allerdings haben wir nur eine Motorradausr\u00fcstung. Also zu einem Laden, den mir Marcin empfohlen hat: Don Quichote. Ich dachte, das w\u00e4re sowas wie Louis oder Polo oder Hein Gericke. Stattdessen ist es sowas wie der Hamburger Fischmarkt (MIT St. Pauli!) auf vier Stockwerken, nur ohne Fisch. Die Helmauswahl ist entsprechend gering. H\u00e4tten wir getigerte Strapshalter oder Monstermasken gebraucht, w\u00e4re die Auswahl unermesslich gewesen. Wie auch immer. Die Helme waren alle viel zu gro\u00df f\u00fcr meine Freundin. Der Dicksch\u00e4del bin demnach ich. Also bekommt sie meinen Helm und ich kaufe mir eine schicke Eierschale mit toller Bel\u00fcftung! Und dann noch Regenklamotten und es kann los gehen. Eeewig geht es durch Tokio raus. Mein Deo ist sowas von dabei zu versagen. Es geht einfach nicht voran. Eine Ampel nach der anderen. Und alle bieten das volle Programm f\u00fcr uns. Welcher Volld&#8230; hatte diese unglaublich d\u00e4m&#8230;.. Idee, mit dem Motorrad zu fahren? Allerdings sind die Z\u00fcge extrem teuer und ein Auto mieten, ist nicht so einfach&#8230;und teuer. Also weiter. Irgendwann k\u00fcndigt sich die Nacht an, so knapp nach Nachmittag. Vom Soziussitz str\u00f6mt mir schiere Begeisterung \u00fcber meinen Durchhaltewillen entgegen. Ok, dann tue ich was Gutes. Kurz vor Toyota erblicke ich ein Schild &#8222;Hotel and SPA&#8220;. Sie wird mich lieben! &#8230;zwar bef\u00fcrchte ich horrende Kosten, aber was soll&#8217;s. Die Hotelauffahrt rauf und schon stehen wir &#8230; in der Tiefgarage. Komisch. Aber schick hier: Vorh\u00e4nge und Holztafeln f\u00fcr die Stellpl\u00e4tze. Die Treppe schnell raufgesprintet und hoffen, dass was frei ist. Auch hier, alles recht nobel, u.a. mit nem riesigen Bildschirm mit Infos \u00fcber die verschiedenen Zimmer, nur der Service l\u00e4sst zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Die Rezeption ist nicht besetzt. Ich rufe, klopfe und es kommt jemand. Ahja, die Zimmer bucht man selbst \u00fcber den Bildschirm. Die Preise sind ok. Ob wir eine Nacht bleiben wollen? Ja, nur eine Nacht. Ups, es wird teurer. Sonderw\u00fcnsche? Ne. Er empfiehlt mir ein Zimmer mit Sauna. Also Sachen und Freundin packen und hoch ins Zimmer.<br \/>\nKurz vor der T\u00fcr meint sie unverhohlen: &#8222;Ist das so ein F<em>*<\/em>schuppen?&#8220;<br \/>\n&#8222;Nat\u00fcrlich nicht!&#8220;<br \/>\nDoch. Ist es. Als ich die T\u00fcr \u00f6ffne und ich als erstes einen Spielautomaten, dann eine Karaokeanlage und so manch anderes sehe, was ich jetzt nicht aufz\u00e4hle, wird auch mir klar: Nicht gesucht und doch gefunden: Willkommen in einem der unz\u00e4hligen Liebeshotels des Landes!<br \/>\nHier kann man all das machen, was man zu Hause nicht darf oder sich nicht traut, z.B. singen. Aber das habe ich ja in der Mongolei zur Gen\u00fcge getan.<br \/>\nKomm Kleine, lass uns schick Essen &#8230; holen &#8230; vom n\u00e4chsten Supermarkt!<br \/>\nAber erstmal muss ich den Rezeptionisten \u00fcberreden, unsere T\u00fcr wieder aufzusperren. Komische Sitten. Ist wie in einem Gef\u00e4ngnis&#8230;nur was f\u00fcr eins. Alles hat System: Die h\u00f6heren Preise bei \u00dcbernachtung, da die meisten G\u00e4ste nur f\u00fcr wenige Stunden vorbei kommen, die Vorh\u00e4nge und Holztafeln, um sein Gef\u00e4hrt verstecken zu k\u00f6nnen und die Auswahl der Zimmer am Bildschirm, damit es sehr diskret abl\u00e4uft.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag erreichen wir Kyoto. Herrlich. Ganz anders als Tokio. Zum Wohlf\u00fchlen. Zwar kann man da auch Dauerberieselt werden, aber nicht st\u00e4ndig und \u00fcberall. Ja, hier kann man l\u00e4nger bleiben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/MG_3596.jpg?resize=525%2C394\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"394\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/MG_3619.jpg?resize=525%2C394\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"394\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p>Aber daraus wird nix. Einen Tag k\u00f6nnen wir abknappsen, dann m\u00fcssen wir auch schon wieder Richtung Tokio aufbrechen, wenn wir keinen gro\u00dfen Stress mit dem Abreisetermin haben wollen. Wir g\u00f6nnen uns ein Kobe-Steak, das mindestens so gut ist, wie sein Ruf voraus eilt! F\u00fcr die R\u00fcckfahrt haben wir dazu gelernt: Meide St\u00e4dte! Egal wie klein, egal wie toll es auf der Stra\u00dfenkarte nach einer Umfahrung aussieht. Im Zweifelsfall werde ich in den sauren Apfel bei\u00dfen und f\u00fcr ein paar Kilometer auf den teuren ExpressWay ausweichen. Das ging zwar bei dem einen Mal, als wir es ausprobierten, auf dem Hinweg schief, da wir dort auch im Stau standen, aber ganz so schlimm, wie in den St\u00e4dten war es dann auch nicht.<br \/>\nSo weit wie m\u00f6glich, wollen wir kleine Stra\u00dfen fahren. Und das war die absolut richtige Entscheidung. Unglaublich fantastische Strecken in wundersch\u00f6ner Natur, kaum Autos und: Jede Menge Affen! Pl\u00f6tzlich standen sie auf der Stra\u00dfe und waren mindestens genauso erstaunt wie wir. \u00dcber ein paar hundert Meter waren sie unsere W\u00e4chter. Damit hatte ich nicht gerechnet. Zwar sind wir zuvor schon Strecken gefahren, bei denen Stra\u00dfenschilder auf Affen hinwiesen, jedoch gab es hier nur Schilder mit B\u00e4ren drauf. Die h\u00e4tten mir noch gefehlt. Aber dieses Gl\u00fcck hatten wir nicht. Stattdessen nahezu allein \u00fcber sehr schmale, kurvenreiche Stra\u00dfen. Meine einzige Sorge war, dass, wie bei meiner Fahrt durch den Norden der Hauptinsel, pl\u00f6tzlich ein Eisentor den Weg versperrt. So knapp 50km nach der letzten Kreuzung und ohne Hinweis auf eine langfristige Baustelle. Aber zum Gl\u00fcck diesmal nicht. Nur Massen an Stauseen und ein Irrgarten aus Tunneln und Br\u00fccken. Bei Sino suchen wir ergebnislos eine Unterkunft. Ein \u00e4lterer Herr bietet seine Hilfe an. Er telefoniert rum und setzt sich mit uns an die Stra\u00dfe, &#8230; um zu warten. Eine der Lieblingsbesch\u00e4ftigungen hier. Wom\u00f6glich holt uns gleich jemand ab und zeigt uns ein Hotel oder \u00e4hnliches. Nach ner halben Ewigkeit des Bestaunens einer leeren Stra\u00dfe, meint er dann, ja dann bringt er uns mal zu einem Hotel. Er holt sein Auto und f\u00e4hrt mehrere Kilometer vor uns her. Wir landen auch bei einem ganz normalen Hotel. Alles wunderbar. Warum wir an der Stra\u00dfe sa\u00dfen, ohne gro\u00dfe Konversation, da er kein Englisch konnte, habe ich zwar immer noch nicht ganz verstanden, aber es war ja auch nicht schlimm.<br \/>\nAm Tag darauf f\u00e4llt meine Streckenwahl dann leider nicht mehr ganz so gut aus, wie zuvor. Keine kleinen Bergstra\u00dfen, keine verschlafenen D\u00f6rfer, keine Affen. Daf\u00fcr eine \u00dcbernachtung bei einem Onsen in einem Ryokan, also in einem traditionell eingerichteten Wohnraum. Reduktion auf das Wesentliche. Ein niedriger und ein extra niedriger Tisch, jeweils zwei Sitzgelegenheiten und nachts werden die Rollmatten ausgelegt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/MG_3648.jpg?resize=525%2C394\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"394\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p>Den Fernseher und den Wasserkocher vom letzten Jahrtausend erw\u00e4hne ich nicht, denn all das haben wir ignoriert. Der Blick in den japanischen Garten mit Koiteich war ja auch deutlich besser. So waren wir gut vorbereitet auf den Endspurt nach Tokio. Es hei\u00dft doch so sch\u00f6n: &#8222;Aus Erfahrung wird man klug&#8220; und ich erg\u00e4nze: &#8222;und um 30\u20ac \u00e4rmer&#8220;. Wir nahmen den ExpressWay in die Innenstadt Tokios. Das ging fix. Kostet halt. Aber so hatten wir noch was vom Tag und konnten den Helm sauber machen, damit wir ihn zum Don Quichotte bringen und dort fragen konnten, ob sie ihn vielleicht sonstwie gebrauchen k\u00f6nnen. Ist ja nix vorgefallen. Nicht angeeckt, zerkratzt oder gar runtergefallen. Quasi neu. Tjaja, die Englischkenntnisse in solch einer Metropole. Es hat auch seine Vorteile, wenn man nicht verstanden wird&#8230;oder so. \ud83d\ude09 So nahmen sie ihn und die Regenklamotten (die wir noch nicht mal auspackten) einfach zur\u00fcck und wir bekamen wieder das Geld. Den Helm haben sie noch nicht mal aus dem Karton genommen, aber die Regenklamotten nahmen sie genauestens in Augenschein. Das war ne g\u00fcnstige Miete. Und ich werde NIE wieder dort hin gehen und einen neuen Helm kaufen. Wer wei\u00df, was der alles schon erlebt hat. Von all den anderen Sachen, die dort verkauft werden, m\u00f6chte ich auch nicht wissen, wer das schon genauestens in Augenschein nahm. Und weiter geht das Live-Manga auf den Stra\u00dfen Tokios. Die Masse tr\u00e4gt zwar gew\u00f6hnliche Sachen, wie Anz\u00fcge f\u00fcr die M\u00e4nner, Schuluniform (Kniestr\u00fcmpfe, knappe blaue R\u00f6cke, Z\u00f6pfe) oder Zimmerm\u00e4dchenkleidung f\u00fcr die Frauen, aber so mancher will halt hervorstechen. Dann tr\u00e4gt auch mal ein Mann Schuluniform (Kniestr\u00fcmpfe, blauer knapper Rock, Z\u00f6pfchen) oder so manche Frau wird zum Schmetterling oder zu einem TeleTubby. Eigentlich kann man alles sehen, ob man es immer will, ist eine andere Frage. Falls man davon zu viele Aggressionen aufgestaut hat, gibt es an jeder zweiten Ecke \u00fcbergro\u00dfe Videospiell\u00e4den, in denen man bei geeigneten Spielen, entweder das Universum retten, die halbe Menschheit ausl\u00f6schen oder all die Wesen, die man so auf Tokios Stra\u00dfen sieht, entkleiden kann&#8230;bis zu den Knochen. Sollte das noch nicht reichen, geht es aufs M\u00e4nnerklo. Dort zielt man nicht auf aufgemalte Fliegen. Hier wird reichlich animiert die St\u00e4rke und Menge beim Wasserlassen gemessen. Ich habe (virtuell) einen Orkan \u00fcber eine Wetteransagerin hereinbrechen lassen. Es tut mir leid.<br \/>\nDen letzten gemeinsamen Abend in Tokio lassen wir sch\u00f6n ausklingen: Japanische Knoblauchso\u00dfe mit halbem Rind und Whisky (auch den gibt es hier). Damit hat sich auch die Frage er\u00fcbrigt, die wir uns unterwegs stellten: Warum gibt es kein Weidevieh in diesem Land zu sehen? Wir haben es gegessen. Lecker war&#8217;s. Schade nur, dass in dieser riesigen Weltstadt die meisten Lokale und Bars selbst am Wochenende sp\u00e4testens um 23:00h schlie\u00dfen. So streifen wir fr\u00fch ein letztes Mal durch die Nacht, durch die hell beleuchteten, blinkenden von Reklameschildern \u00fcberfrachteten Stra\u00dfen Tokios. Romantisch. Kein Stern schafft es durch dieses Flutlicht hindurch zu strahlen. Somit sind die Sternschnuppen hier die startenden Flugzeuge. Meine Freundin entschwindet dann auch mit solch einem. Darf ich mir jetzt auch was w\u00fcnschen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Raus aus der Kapsel, ab zum Flughafen und &#8230; \u00e4h, wie komme ich zum Flughafen? Wie ein kleines Kind vorm Schokoladenberg stehe ich mit aufgerissenen Augen und offenem Mund vor der \u00dcbersichtskarte der Bahnlinien. Zumindest habe ich hier nicht das Problem, wie beim Stra\u00dfenkarten lesen, ob ich das Ganze \u00fcberhaupt richtig herum betrachte. 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