{"id":364,"date":"2012-06-05T16:23:18","date_gmt":"2012-06-05T13:23:18","guid":{"rendered":"http:\/\/dungeondigger.com\/?p=364"},"modified":"2012-06-05T18:55:30","modified_gmt":"2012-06-05T15:55:30","slug":"11-etappe-beyneu-aktau-road-of-hell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/munich-munich.com\/?p=364","title":{"rendered":"11. Etappe: Beyneu &#8211; Aktau &#8211; Road of Hell"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem ich am Tag zuvor sehr z\u00fcgig voran kam, ich f\u00fcr diesen Tag knapp 450 km vor mir hatte und ich davon ausging, dass es \u00e4hnlich schnell gehen wird, lies ich es ruhig angehen und startete am sp\u00e4ten Vormittag. Ein schwerer Fehler.<br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-201314.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-201314.jpg?w=525\" alt=\"20120605-201314.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Zuerst kam wieder der Sandpart, den ich diesmal auch mit Gep\u00e4ck ganz gut meisterte. Diesmal nahm ich dann den richtigen Weg und wenig sp\u00e4ter war ich auf einer asphaltierten Stra\u00dfe. Dort versuchte ich schnell Reisegeschwindigkeit zu erreichen, um schleunigst am Meer sein zu k\u00f6nnen. Doch nach kurzer Zeit wurde wieder in die W\u00fcste abgeleitet. Noch tieferer Sand als zuvor und kein Ende in Sicht. Besonders der seitliche \u00dcbergang von neuer Stra\u00dfe zu Sandstrecke sah gar nicht reisemotorradkompatibel aus. So mancher Pkw blieb stecken. Da gab&#8217;s doch ein paar hundert Meter eine bessere \u00dcberleitung?! Also umdrehen und&#8230;plopp. Ach nee. Meine Maschine liegt wohl gern im Sand. Nix gibt&#8217;s! Hier wird nicht ausgeruht! Wieder hilft ein Lkw-Fahrer, die Maschine aufzurichten. Aber die alternative \u00dcberleitung f\u00fchrt nicht auf die Nebenstrecke sondern ins Nirgendwo. Wieder zur\u00fcck und den tiefen Sand probieren. Geht besser als gedacht. Der Sand wird langsam weniger, aber so richtig gut ist die Stra\u00dfe nicht. Ein sichtlich ersch\u00f6pfter Fahrradfahrer mit schwer bepacktem Rad kommt mir entgegen.<br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-201001.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-201001.jpg?w=525\" alt=\"20120605-201001.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><br \/>\nDer hat wohl was Gr\u00f6\u00dferes vor. Wir unterhalten uns. Er ist Franzose, hei\u00dft Jacques Sirat und ist schon seit 18 Jahren mit dem Fahrrad auf <a href=\"http:\/\/www.jacques-sirat.com\">Weltreise<\/a>. Zwar war er in der Zwischenzeit vier Mal zu Hause, aber es zieht ihn immer wieder hinaus. Dann fragt er mich, wie die Strecke denn so ist. Ich erkl\u00e4re es ihm, so gut ich kann, wundere mich aber. Auf meine Nachfrage, meint er nur, dass die Strecke sehr schlimm sei. Hmm&#8230;Fahrradfahrer! Wir w\u00fcnschen uns gegenseitig alles Gute und es geht weiter. Es folgt ein frisch geteertes St\u00fcck und ich male mir aus, abends am Strand zu sitzen mit irgend etwas Leckerem zu essen und zu trinken.<br \/>\nDer Teer ist mit einem Schlag, im wahrsten Sinn des Wortes zu Ende. Er soll auch nicht mehr so bald auftauchen. Was folgt, sind die lehrreichsten Fahrstunden meiner Weltreise. Da kann selbst die Offroad-Tour aus Rum\u00e4nien nicht mithalten. Sorry Doru! Es beginnt harmlos, es wird fulminant und es ist insgesamt eine Tortur. Anfangs sind es einfach nur Schlagl\u00f6cher. Diese werden immer mehr, gr\u00f6\u00dfer und tiefer. Man steht immer vor der Entscheidung: Ausweichen oder Durchfahren? Oft werden die Schlagl\u00f6cher von unz\u00e4hligen kleinen Wellen, tiefen Fahrspuren, Rissen oder Kuppen erg\u00e4nzt. (Die Bilder zeigen relativ harmlose Stellen. Ansonsten war an Anhalten und Fotografieren nicht zu denken)<br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-201647.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-201647.jpg?w=525\" alt=\"20120605-201647.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-201531.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-201531.jpg?w=525\" alt=\"20120605-201531.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><br \/>\nDas macht auf den ersten Kilometern alles noch Spa\u00df. Irgendwann merkt man aber durch die sehr niedrige Fahrgeschwindigkeit die unglaubliche Hitze und die k\u00f6rperliche Beanspruchung, durch das Umherwuchten der schweren Maschine und durch die Schl\u00e4ge und Vibrationen. Grob gesch\u00e4tzt, machten 5 km gute Laune, 5 km relativierten die ersten 5 km und 200 km waren die H\u00f6lle. Alles was ich im Jahr zuvor beim Enduropark Hechlingen lernte, ben\u00f6tigte ich f\u00fcr die Strecke&#8230;mit Ausnahme der Flussdurchfahrt. Was war ich froh, dass ich dieses Training gemacht habe. Die Schlagl\u00f6cher wurden mittlerweile zu Gr\u00e4ben, wie anfangs nach der moldawisch-ukrainischen Grenze, nur dass man die noch irgendwie umfahren konnte. Das war hier teilweise nicht mehr m\u00f6glich. Mehrfach setzte ich mit meiner Maschine beim Abfahren auf. Da war die Unterbodenschutzverl\u00e4ngerung doch eine gute Investition.<br \/>\nTeilweise konnte man den katastrophalen Zust\u00e4nden der Stra\u00dfe, die diesen Namen beim besten Willen nicht verdient hat, \u00fcber dem Bankett ausweichen. Dort war zwar meist Sand, der allerdings nicht sehr tief war und mit leichtem Schotter versetzt war. Das st\u00e4ndige R\u00fctteln hatte dann eine kurze Unterbrechung. Entspannend war es dort aber auch nicht, denn das Bankett fiel teilweise relativ steil seitlich ab. Ein Wegrutschen war m\u00f6glich und w\u00e4re ung\u00fcnstig gewesen, denn zu dieser Zeit war kaum etwas los auf der Strecke. Auf Hilfe h\u00e4tte man lang warten m\u00fcssen.<br \/>\nEine weitere Gefahr war, bei der Befahrung seitlich der Strecke, dass dieser Weg urpl\u00f6tzlich nicht mehr weiterging. Da zwischen Bankett und eigentlicher Strecke teilweise 1 m H\u00f6henunterschied war, war es dringend geboten, rechtzeitig wieder hoch zu fahren. Umdrehen geht dort nicht. Weiter geradeaus, hie\u00df entweder ein paar Meter weiter nach unten rutschen oder im Buschland landen. Beides nicht empfehlenswert. Aber alles kein Problem. \ud83d\ude42 Schlie\u00dflich gibt es ca. alle 40 km eine Oase: Ein kleines bewirtetes H\u00e4uschen, in dem der Gastraum relativ k\u00fchl ist. Also knapp jede Stunde eine Pause. Ok, ok&#8230;alle anderthalb Stunden. Anfangs habe ich dies nicht genutzt, aber dann siegt der K\u00f6rper, der nach Ruhe schreit.<br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-205405.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-205405.jpg?w=525\" alt=\"20120605-205405.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><br \/>\nIrgendwann kommt ein Warnschild: &#8222;Danger&#8220;. Was bitte soll jetzt noch kommen? Eine Talfahrt. L\u00e4cherlich. Aber die wei\u00df-braunen Berge, die sich nun das erste Mal zeigen, verlangen halt zu Recht nach Aufmerksamkeit.<br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-201753.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-201753.jpg?w=525\" alt=\"20120605-201753.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-201509.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-201509.jpg?w=525\" alt=\"20120605-201509.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><br \/>\nGegen 20:00 h kommt die Erkenntnis, dass es mit einem Abend am Strand an diesem Tag nichts mehr wird. Schlie\u00dflich bin ich noch 200 km entfernt davon. Zwischenzeitlich keimte Hoffnung auf, als eine frische Teerschicht, die Stra\u00dfe bildete. Die Freude w\u00e4hrte allerdings nur kurz und es ging in alter Manier weiter. Also \u00fcbernachten und am n\u00e4chsten Morgen weiter. Geschlafen habe ich kaum. Das lag einerseits wohl daran, dass ich zu sehr aufgeputscht war und dass die Lkws bis 2:00 h morgens an der Raststelle ankamen und ihre Motoren f\u00fcr die Klimaanlage liefen lassen.<br \/>\nExtra fr\u00fch bin ich raus aus dem Bett. Kaffee gab es keinen, Fr\u00fchst\u00fcck auch nicht. Die Wirtin hatte irgendwie schlechte Laune. Also ein Snickers zur Abfahrt. Da waren es nur noch 30 km ausgelebte Anarchie der Stra\u00dfenarbeiter, gefolgt von einer tats\u00e4chlich ebenen Fahrbahn. Das Martyrium hatte ein Ende&#8230;wenn man mal au\u00dfer Acht l\u00e4sst, dass ich diese Strecke wieder zur\u00fcck muss, um nach Usbekistan zu kommen.<br \/>\nWas habe ich w\u00e4hrend der Fahrt alles geschimpft, wenn ich mal den Kopf daf\u00fcr frei hatte? Aber letztlich ist man einfach nur froh und doch auch ein wenig stolz, dass man unfallfrei durchgekommen ist. Die Strecke ist hier weithin bekannt und verrufen. Die meisten Lkws fahren an vielen Stellen noch weiter seitlich (bis zu 400 m) in der W\u00fcste. Das war mir zu heikel, denn wenn ich dort st\u00fcrze, kann es noch l\u00e4nger dauern, bis jemand vorbei kommt, um mir zu helfen.<br \/>\nDie einzig vern\u00fcnftige Erkl\u00e4rung f\u00fcr den Zustand dieser einzigen Stra\u00dfenverbindung zwischen der Region Mangistau und dem Rest des Landes Kasachstans, ist, dass das Verkehrsministerium in einem Feldversuch einen Kompetenzaustausch mit dem Kultus- und Kunstministerium durchf\u00fchrte. Somit lag die Planung und Umsetzung dieser Stra\u00dfe in der Hand von K\u00fcnstlern. Diese m\u00fcssen wohl dem Kubismus entsagt haben und daf\u00fcr neue Kunstrichtungen, wie den Martialismus oder den Destruktionismus geschaffen haben. Allerdings w\u00fcrde dann das Kunstwerk unter Denkmalschutz stehen&#8230;in 2 bis 3 Jahren soll die Strecke jedoch komplett erneuert werden. Eventuell mit einer geschlossenen ebenen Teerdecke. Sicher sein kann man sich hier nicht. Wer dieses Kultobjekt am eigenen Leib sp\u00fcren m\u00f6chte, sollte trotzdem besser nicht zu lange warten.<\/p>\n<p>Ein paar Kilometer hinter Shetpe befindet sich das sogenannte &#8222;valley of balls&#8220;. Ich bevorzuge den selbst kreierten Namen &#8222;kleines Riesenmurmelland&#8220;. Das klingt nicht so anr\u00fcchig. Verschieden gro\u00dfe Steinkugeln mit einem Durchmesser von bis zu 2 m liegen hier auf einem gro\u00dfen Feld. An anderen Stellen des Landes findet man Kugeln mit bis zu 4 m Durchmesser.<br \/>\nWer deswegen den H\u00f6llenritt macht, wird entt\u00e4uscht sein, aber sind ganz nett zum erkunden. Ich mach ein paar Bilder&#8230;irgendwie hab ich doch noch etwas Energie.<br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-201900.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-201900.jpg?w=525\" alt=\"20120605-201900.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><br \/>\nAuf dem Weg zur\u00fcck zum Motorrad f\u00e4hrt ein relativ neuer wei\u00dfer Dacia Richtung Beyneu. Auf der Fahrert\u00fcr steht unter anderem Wels. Hier fahren zwar viele Fahrzeuge mit deutschen bzw. osterreichischen Firmenaufklebern herum, aber die sind schon recht betagt. Der Wagen wendet und ich erkenne, dass er ein Kennzeichen aus Wels hat. Ein sehr nettes Ehepaar begr\u00fc\u00dft mich auf \u00d6sterreichisch.<br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-201934.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-201934.jpg?w=525\" alt=\"20120605-201934.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><br \/>\nSie sind unterwegs zum Baikalsee. Da Erich Reisevortr\u00e4ge mit Videobeitr\u00e4gen macht, darf ich auch hier mal wieder ran.<br \/>\nBeide geben mir dann noch einen Tipp: Bei Fort Schewtschenko findet ein Fest mehrerer Familienclans statt, bei dem ich bestimmt sehr willkommen sein werde. An dem Tag stehen Ringen und Pferderennen an. Fort Schewtschenko? Die Heimat von Schwerverbrechern, Meuchelm\u00f6rdern und bestimmt auch Falschparkern&#8230;nach den Vorstellungen des Freundes von Farid aus Atyrau. Er riet mir dringendst davon ab, auch nur mit dem Gedanken zu spielen, dort hin zu fahren. Aufgrund der \u00d6lindustrie, sind dort sehr viele Erd\u00f6larbeiter (ein relativ gut bezahlter Job in Kasachstan), die in ihrer freien Zeit angeblich nichts Besseres zu tun haben, als auf Touristen zu warten, um sie dann ganz fies &#8230;. anzuschauen oder so. Egal. Ich riskiere es. Nach der positiven Erfahrung mit meiner verlorenen und wieder erlangten Sonnenbrille, gebe ich auch diesem Teil des Landes eine Chance.<br \/>\nZuvor treffe ich meinen bislang treuesten Begleiter dieser Reise: den Regen. Der findet mich echt \u00fcberall! Ich weigere mich vehement, meine Regen\u00fcberjacke und -Hose anzuziehen. Letztlich gibt es der Regen auf und zieht beleidigt ab. Manchmal hilft doch Ignorieren.<br \/>\nAm Festareal angekommen, stelle ich fest: Ich bin zu sp\u00e4t. Es wird flei\u00dfig abgebaut. Trotzdem will ich mich umschauen. Mein zur\u00fcck gelassenes Motorrad findet viel Beachtung. Ich sehe es pl\u00f6tzlich nicht mehr. Es stehen so viele Menschen drum herum, dass es vollst\u00e4ndig verdeckt wird. Vielleicht schau ich besser mal hin. Es folgen die \u00fcblichen Fragen: Woher? Wohin? Wieviel PS? Willst Du etwas essen? Es folgen die \u00fcblichen Antworten: M\u00fcnchen. M\u00fcnchen. 90 (eigentlich 86, aber 90 l\u00e4sst sich leichter vermitteln). Ja, gerne. Ab in eine Jurte und es sich gut gehen lassen. Als ich halb satt bin, werde ich gefragt, ob ich noch was mag. Ich kenne das Spiel, also gestenreich darstellen, dass man kurz vorm Platzen w\u00e4re, denn dann wird evtl. nur zwei mal nachgereicht.<br \/>\nEr antwortet: &#8222;Gut, dann gehen wir.&#8220;<br \/>\nMoment! Das ist gegen die Spielregeln.<br \/>\nNix gibt&#8217;s. Ich hatte meine Chance.<br \/>\nEr l\u00e4dt mich ein, bei ihm zu \u00fcbernachten. Na gut.<br \/>\nAlso zu ihm nach Hause. Er packt seinen Sohn, seinen Neffen (glaube ich) und ruft einen Freund an, denn jetzt hei\u00dft es erst mal: M\u00e4nner allein am Strand.<br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-202013.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-202013.jpg?w=525\" alt=\"20120605-202013.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><br \/>\nDazu braucht es einen schrottreifen Bus (20 Jahre alt, sieht aus wie 40, f\u00fcr 150 US-$ gekauft), Bier und Wodka. Das Wasser ist angenehm. H\u00e4tte ich sogar etwas w\u00e4rmer erwartet, aber macht nichts. Wir haben knapp 1 km Sandstrand f\u00fcr uns allein. Danach gibt es eine Stadttour durch Fort Schewtschenko. Unter anderem die damalige Behausung von Schewtschenko,<br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-202034.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-202034.jpg?w=525\" alt=\"20120605-202034.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><br \/>\nein Kriegerdenkmal und ein Denkmal f\u00fcr Befreiungskrieger.<br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-201949.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-201949.jpg?w=525\" alt=\"20120605-201949.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><br \/>\nEiner der beiden dargestellten Freiheitsk\u00e4mpfer soll sein Gro\u00dfvater sein. Dazwischen essen und trinken. Und zwar Bier. Jede Menge. Dann geht es zu einer Kaserne, denn er war Berufssoldat und wir besuchen seinen milit\u00e4rischen Ziehsohn, oder wie man auch bei der Bundeswehr gerne sagt: seinen Zauberlehrling. Da gibt&#8217;s dann wieder Bier. Der Soldat trinkt aber keinen Tropfen, da er im Dienst ist. Er f\u00e4hrt uns dann sp\u00e4ter wieder in die Stadt. Wir besuchen mehrere Freunde. Es gibt zu essen und zu trinken. Bier. Hallo? Ihr seid doch Moslems. Wie w\u00e4re es mal zur Abwechslung mit einem Tee? Den gibt&#8217;s zum Fr\u00fchst\u00fcck. Beinahe h\u00e4tte er es geschafft, mich untern Tisch zu trinken. Es war aber sehr hilfreich, dass hier die Tische extrem niedrig sind, da man meist nur auf dem Boden sitzt.<br \/>\nEndlich schlafen. Als Dankesch\u00f6n gibt es von mir am n\u00e4chsten Morgen ein Polo-Shirt, das er mit Freude angenommen hat.<br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-202116.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/20120605-202116.jpg?w=525\" alt=\"20120605-202116.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><br \/>\nJetzt geht es mit Verz\u00f6gerung nach Aktau. Dort werde ich gleich abgepasst und muss mich wehren, in einer Garage einquartiert zu werden.<br \/>\nIch fahre auf den bewachten Parkplatz eines Hotels. Auf den letzten Metern geht der Motor aus und l\u00e4sst sich nicht mehr so bald starten. Zum Gl\u00fcck ist mir das nicht zwischen Beyneu und Shetpe passiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich am Tag zuvor sehr z\u00fcgig voran kam, ich f\u00fcr diesen Tag knapp 450 km vor mir hatte und ich davon ausging, dass es \u00e4hnlich schnell gehen wird, lies ich es ruhig angehen und startete am sp\u00e4ten Vormittag. 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