{"id":213,"date":"2012-05-18T08:54:59","date_gmt":"2012-05-18T05:54:59","guid":{"rendered":"http:\/\/dungeondigger.com\/?p=213"},"modified":"2012-05-30T21:07:11","modified_gmt":"2012-05-30T18:07:11","slug":"4-etappe-timisoara-odessa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/munich-munich.com\/?p=213","title":{"rendered":"4. Etappe: Timisoara &#8211; Odessa"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich wollte ich mit Hilfe der Wettervorhersagen das ein oder andere Nicht-Schlechtwetterfenster nutzen, um endlich wieder Fahrt aufzunehmen. Das hat dann nicht so gut geklappt. Wurde mehr ein Segelt\u00f6rn mit starken Windb\u00f6en und so manchem Nass. Teilweise war auch extrem viel Verkehr zu umschiffen. <\/p>\n<p>Zwischenstopp in Sibiu (Hermannstadt)<br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-204629.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-204629.jpg?w=525\" alt=\"20120520-204629.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-204656.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-204656.jpg?w=525\" alt=\"20120520-204656.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p>und \u00dcbernachtung in Brasov (Kronstadt).<br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-204748.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-204748.jpg?w=525\" alt=\"20120520-204748.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-204735.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-204735.jpg?w=525\" alt=\"20120520-204735.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-204801.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-204801.jpg?w=525\" alt=\"20120520-204801.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><br \/>\nBeide St\u00e4dte wirkten bei einer Besichtigung nach japanischer Art sehr sch\u00f6n. Da wurde in den letzten Jahren sehr viel gemacht. Man sieht jede Menge neu renovierter Geb\u00e4ude und jeweils eine herausgeputzte Fu\u00dfg\u00e4ngerzone. Entsprechend hoch sind f\u00fcr rum\u00e4nische Verh\u00e4ltnisse die Preise. Mein Zimmer liegt direkt an der wohl meist befahrenen Stra\u00dfe Brasovs. Somit d\u00f6se ich eher, als dass ich schlafe. Da brauch ich morgens erst mal einen starken Kaffee. Also nochmal in die Stadt bevor ich mich Richtung Buzau auf den Weg mache. Kurz vor Abfahrt treffe ich ein sehr nettes Paar aus Frankfurt, die zu einer rum\u00e4nischen Hochzeit dort sind. Wir stellen jeweils fest, dass wir diese Region viel zu sehr untersch\u00e4tzt haben. Deutlich sp\u00e4ter als geplant geht es dann los. Schnell werden die Altstadtfassaden durch viel Natur und Kleinstd\u00f6rfern aus dem vorletzten Jahrhundert abgel\u00f6st. Ich fahre eine Strecke, die mir Doru empfahl. Und die ist ph\u00e4nomenal! Unz\u00e4hlige Kurven, tolle Aussichten und so gut wie nichts los. Regelm\u00e4\u00dfig halte ich an, um Fotos zu machen. Ab und zu k\u00f6nnte der Asphalt besser sein, aber nichts Dramatisches.<br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-204818.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-204818.jpg?w=525\" alt=\"20120520-204818.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-204854.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-204854.jpg?w=525\" alt=\"20120520-204854.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-204834.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-204834.jpg?w=525\" alt=\"20120520-204834.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><br \/>\nDie letzten Kilometer vor Buzau sind von Ortschaften \u00fcbers\u00e4t. Entsprechend langsames Vorankommen, da \u00fcberall etwas los ist: Bauarbeiten, Polizeikontrollen, Pferdekarren quer der Stra\u00dfe, ein Autokorso zu einer Beerdigung. Weiter nach Galati an der Donau. Von dort geht es nach Moldawien. Die Grenzkontrolle hier ist schon langwieriger als alle anderen zuvor zusammen. Alle Fahrzeuge vor mir m\u00fcssen komplett ausger\u00e4umt werden. Was auch immer die Z\u00f6llner suchen, sie suchen akribisch. Oje, darauf habe ich jetzt echt keine Lust. Bis ich mein ganzes Gep\u00e4ck aus- und wieder eingepackt haben werde, vergeht bestimmt ne Ewigkeit. Dann bin ich an der Reihe. Ob ich irgendwas zu verzollen h\u00e4tte? N\u00f6. Wo ich hin wolle? Kurzer Fingerzeig auf die Weltkarte an meinem Topcase. Oh! Also alles pers\u00f6nlicher Bedarf, befindet die Z\u00f6llnerin. Ich muss nur noch 2 US-$ \u00d6ko-Steuer zahlen, dann darf ich weiter. W\u00e4hrend ich mir Gedanken mache, wie weit ich an dem Tag noch fahren wolle, verpasse ich wohl ne Abzweigung und stehe schon wieder an der Grenze. Diesmal die ukrainische. Das war so nicht gedacht. Aber wenn ich schon mal da bin, fahr ich halt r\u00fcber. Noch aufwendigere Kontrollen&#8230;f\u00fcr die Pkw-Fahrer. Ich &#8222;muss&#8220; nur drei erstaunten Z\u00f6llnern genau meine Route bis nach Vladivostok erl\u00e4utern und meine Maschine zeigen. Dann geht&#8217;s weiter. Kurzer Blick auf&#8217;s Navi: Das k\u00f6nnte sogar bis Odessa f\u00fcr heute reichen. Allerdings habe ich die Rechnung nicht mit den ukrainischen Stra\u00dfen gemacht. Schlagl\u00f6cher sucht man hier unmittelbar nach der Grenze zwar vergeblich, aber auch nur, weil es stattdessen eher Gr\u00e4ben sind. Kurz nach meiner Ankunft an der Grenzstation ist ein Sattelschlepper weggefahren. Kurz nachdem ich wieder los bin, habe ich ihn eingeholt. Er setzt teilweise mit dem Chassis seines H\u00e4ngers auf. Nur im Schritttempo kommt er voran. Vielversprechend. Die Gr\u00e4ben werden von Schlagl\u00f6chern, Wellen, L\u00e4ngsrillen und gro\u00dfen Rissen abgel\u00f6st. Die ersten 70 km komme ich nur langsam voran. Wenigstens ist die Landschaft sch\u00f6n. Links und rechts der Stra\u00dfe eine gro\u00dfe Seenlandschaft mit reichlich Schilf. Der Wind bl\u00e4st aber enorm.<br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-204921.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-204921.jpg?w=525\" alt=\"20120520-204921.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-204939.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-204939.jpg?w=525\" alt=\"20120520-204939.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><br \/>\nEndlich erreiche ich eine gr\u00f6\u00dfere Ortschaft: Izmail. Das soll f\u00fcr den Tag reichen. Ich steuere kreuz und quer durch den schachbrettartigen Grundriss und finde ein Hotel, das diesen Namen nicht verdient hat. Zumindest kann ich meine Maschine gut gesch\u00fctzt unterbringen. Ansonsten war das Personal stets bem\u00fcht und handelte im Rahmen seiner M\u00f6glichkeiten, wenn es vom Kunden auf Handlungsm\u00f6glichkeiten hingewiesen wurde. Mehr sage ich dazu nicht. Die Stra\u00dfe nach Odessa ist zwar immer noch sehr schlecht, aber deutlich besser.<br \/>\n<br \/><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-210750.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-210750.jpg?w=525\" alt=\"20120520-210750.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><br \/>\nMit der Zeit traue ich mir und meiner Maschine auch mehr zu. Dadurch ergibt sich ein ordentliches Reisetempo, wodurch ich die enorm ansteigende Temperatur erst an einer Ampel in Odessa mitbekomme. Es hat 32 C. Daf\u00fcr bin ich viel zu warm angezogen. Egal jetzt. Ich such eine Unterkunft. Campingpl\u00e4tze sind Mangelware und die wenigen, die es gibt, sind ausgebucht. Es ist schlie\u00dflich Wochenende. Schnell finde ich eine Alternative. Nicht sch\u00f6n, aber zentral gelegen. Der Wachmann ist hin und weg beim Anblick meiner Maschine. Ich bin noch nicht mal richtig abgestiegen, da zeigt er mir Bilder von seinem Motorrad. Mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen verst\u00e4ndigen wir uns \u00fcber so essentielle Dinge wie eine Doppelz\u00fcndung beim Boxermotor. Er will sich unbedingt auf die Maschine setzen. Kein Problem. Schnell ein paar Fotos geschossen, mit dem Mini-Fotodrucker einen Abzug gemacht und meine Maschine hat nun einen pers\u00f6nlichen Bewacher. Als es nachts zu regnen beginnt, schiebt er sie vollbeladen unter das Dach.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-210701.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/dungeondigger.com\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/20120520-210701.jpg?w=525\" alt=\"20120520-210701.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich wollte ich mit Hilfe der Wettervorhersagen das ein oder andere Nicht-Schlechtwetterfenster nutzen, um endlich wieder Fahrt aufzunehmen. Das hat dann nicht so gut geklappt. Wurde mehr ein Segelt\u00f6rn mit starken Windb\u00f6en und so manchem Nass. Teilweise war auch extrem viel Verkehr zu umschiffen. 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